appkb-geiss
Mit Zig-Zig auf Landfahrt durch das schöne Appenzell
Urs Kupferschmied, Zig-Zig, 2025
Acryl, Glasfaserverstärkter Kunststoff, Klarlack
ca. 120 x 110 x 35 cm
Foto: Urs Kupferschmied
Eine Jury suchte im Vorfeld aus den besten Künstlerinnen und Künstlern des hiesigen Landes 26 von ihnen aus, um im Rahmen der 125-Jahr-Feierlichkeit der Appenzellischen Kantonalbank (appkb) die appkb-Art bzw KB-Art zu gestalten. Eröffnet wurde am 21. Februar mit einer gut besuchten Vernissage, welche mit einem Stell-Dich-ein der Arbeiten aller Kunstschaffenden ein beeindruckendes Bild bei soviel kreativem Potential abzugeben vermochte. Nach dem Auftakt der Kunst-Aktion macht die appkb-Geiss Zig-Zig und alle anderen Arbeiten während mehr als 7 Monaten eine Landfahrt durch die Appenzellischen Landen mit Halt an verschiedensten Stationen. Unter anderem zeigen sie sich für einige Wochen in den Kundenhallen der Filialen der Bank.
Ausserdem gibt es am 12. Juli einen Auftritt am Dorffest in Appenzell. Darüber hinaus treffen sich die Werke dann am 08. Oktober an der Geissenschau in Appenzell, wo auch Zig-Zig an einer Auktion ersteigert werden kann. Ebenso kann auf öffentlichen und halböffentlichen Plätzen und Orten den Arbeiten begegnet werden.
Auf der Figur dargestellt ist Anfang und Ende eines Menschenleben. Alles dreht sich um das Symbol Kuhglocke. Sie ist der Inbegriff von Heimat und steht ebenso für Identität. Als Gott die Welt und den Menschen erschuff, liess er – Gott – solche Glocken vom Himmel fallen, damit der Mensch seine Identität erhält, mit welcher er seinen Lebensweg antritt. Wenn dann einst ein UFO aus den farbig funkelnden Sternen herniedersaust und die Glocke in einem hellen Lichtstrahl an Bord holt, ist es derjenige Zeitpunkt, wo der Schöpfer der Mensch nach einem erfüllten Leben schliesslich wieder zu sich nimmt.
Das künstlerische Gestaltungskonzept besteht darin, dass die Figur ihre Plastizität zu Gunsten einer konvexen Hemisphäre abgibt. So werden die Beine der Ziege zu Baumstämmen, und ihre Schultern und Hüfte bildet ein Baumrahmen, zwischen dem sich dann auf den Rippen die szenische Mitte öffnet. Nur der mit dem nächtlichen Firmament ausgestattete Kopf und Hals überragen den Körper und stehen sinngemäss für das Nichtirdische. So fungieren diese Staffagen sowohl als Vorder-, Mittel- und Hintergrund wie auch als erzählende, auf einer Zeitachse stehenden Elemente.
Zig-Zig ist eine Fortführung der losen Serie der Urmotivik.